11. Datenschutztag – Datenschutz und Digitale Souveränität
Gerne laden wir Sie ein, am 11. Datenschutztag im Park Hyatt Zürich an der Beethovenstrasse 21 teilzunehmen.
Das Seminar richtet sich an Praktiker: General Counsel, betriebliche Datenschutzberater / -verantwortlichen, CISO’s und Datenschutzinteressierte.
Digitale Souveränität wird häufig mit kritischen Infrastrukturen, staatlichen Systemen oder sicherheitsrelevanten Bereichen in Verbindung gebracht. Tatsächlich betrifft sie heute jedoch nahezu jedes Unternehmen, das Cloud-Services, KI-Tools, Kollaborationsplattformen und Software-as-a-Service nutzt.
Regulatorische Entwicklungen wie die DSGVO, NIS2, DORA, AI Act oder Data Act verschärfen diese Fragestellungen zusätzlich. Sie machen deutlich, dass formale Compliance allein nicht ausreicht, wenn faktische Kontroll- und Einflussmöglichkeiten fehlen. Digitale Souveränität wird damit zu einer zentralen Management- und Risikofrage: Sie entscheidet darüber, wie handlungsfähig Organisationen in einem zunehmend regulierten, geopolitisch geprägten und technologisch komplexen Umfeld bleiben.
Der Datenschutztag zeigt, warum digitale Souveränität kein Nischenthema ist, sondern eine Grundvoraussetzung für verantwortungsvolle Digitalisierung – unabhängig von Branche, Grösse oder Kritikalität der Organisation.
Wir zeigen auf, wie sich die Risiken aufgrund der geopolitischen Lage, neuen Technologien und den regulatorischen Veränderungen akzentuiert haben und was dies für das Lieferantenmanagements für Auswirkungen hat.
Agenda
13:00 Eintreffen der Teilnehmer:Innen
13.15 Begrüssung und Einführung
Nicole Beranek Zanon, HÄRTING Rechtsanwälte AG, Zug (CH)
13:20 Omnibus: Was ändert sich beim Datenschutz?
Niko Härting, HÄRTING Rechtsanwälte PartGmbB, Berlin (DE)
Die europäische Kommission veröffentlichte im November vergangenen Jahres Vorschläge zur Reform der Digitalrechtsakte (sog. Digital Omnibus). Prof. Niko Härting wird in seinem Vortrag die Änderungsvorschläge zur Datenschutz-Grundverordnung thematisieren. Brüssel plant unter anderem eine Überarbeitung des Personenbezugs und der Betroffenenrechte und der Meldepflichten sowie neue Normen in der DSGVO zu ,,Cookies“ und zum Einwilligungsmanagement.
13:50 KI in der Finanzbranche und die Re-Identifikationsrisiken durch KI
Lena Götziger, Legal Data, AI & Outsourcing, Zürcher Kantonalbank
Der Vortrag beleuchtet die Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Finanzbranche und die damit verbundenen Herausforderungen, insbesondere im Kontext von pseudonymisierten Daten. Dabei wird aufgezeigt, welche rechtlichen Rahmenbedingungen für Finanzinstitute beim Einsatz von KI gelten. Praxisnahe Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Reidentifikationsrisiken runden den Vortrag ab.
14: 20 Rechtskonforme Implementierung von KI im Unternehmen
Corinna Stubenvoll, HÄRTING Rechtsanwälte AG, Zug (CH)
Künstliche Intelligenz wird zunehmend in Unternehmensprozesse integriert – von Effizienztools bis zu kundenrelevanten Anwendungen. Damit steigen rechtliche und organisatorische Anforderungen. Der Vortrag zeigt, wie KI rechtskonform und praktikabel umgesetzt werden kann, mit Fokus auf AI Act, Datenschutz sowie Governance-Strukturen, Verantwortlichkeiten und steuerbare Prozesse.
14:50 Kaffeepause
15:20 EU Data Act vs. Datenschutz
Cornelia Mattig, Senior Associate, und Susanne Wallace, Lead Counsel Digital & Data, ABB
Während der Data Act den Rahmen für Datenzugang und -nutzung schafft, stellt die DSGVO sicher, dass personenbezogene Daten dabei stets geschützt bleiben. Der Data Act schafft keine eigene Rechtsgrundlage für deren Verarbeitung und hebt Datenschutzprinzipien wie Datenminimierung nicht auf. Unternehmen müssen bei Pflichten zum Datenzugang und -austausch nach dem Data Act gleichzeitig die DSGVO einhalten, sobald personenbezogene Daten betroffen sind. Diese parallele Anwendung wird im Vortrag anhand praktischer Beispiele vertieft.
15:50 Von BCM zu Resilienz und Digitaler Souveränität
Olivia Boccali, HÄRTING Rechtsanwälte AG, Zug (CH)
Der Vortrag zeigt die Entwicklung vom klassischen Business Continuity Management hin zu einem ganzheitlichen Verständnis von Resilienz und digitaler Souveränität. Er beleuchtet, warum reine Notfall- und Wiederanlaufkonzepte heute nicht mehr ausreichen und wie Organisationen ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberangriffen, regulatorischen Anforderungen und geopolitischen Abhängigkeiten systematisch stärken können. Im Fokus stehen strategische, organisatorische und technologische Hebel, mit denen Unternehmen ihre Handlungsfähigkeit sichern, Abhängigkeiten reduzieren und digitale Kontrolle zurückgewinnen.
16:20 KI + Authenticity: Deepfakes, Stimmenklone und biometrische Spuren
Anastasia Käslin, HÄRTING Rechtsanwälte AG, Zug (CH)
KI-generierte oder -manipulierte Audio-, Bild- und Videoinhalte erreichen eine Qualität, die Täuschungen immer glaubwürdiger macht und ihre Verbreitung stark beschleunigt. Der Vortrag beleuchtet die daraus entstehenden juristischen Risiken: vom Persönlichkeitsschutz und Datenschutz bis zu Betrugsszenarien. Im Zentrum steht, wie gut der Schweizer Rechtsrahmen typische Deepfake-Konstellationen bereits erfasst und wo ergänzende Regelungen sinnvoll wären.
16:50 Schutz Kritischer Infrastruktur: Approach des BACS im Zusammenspiel mit der Meldepflicht gem. ISG
Daniel Seiler, Leiter Plattform Services, Bundesamt für Cybersicherheit (BACS)
Der Vortrag zeigt praxisnah, wie das Meldesystem für Cyberangriffe gemäss Informationssicherheitsgesetz (ISG) funktioniert, welche Abläufe relevant sind und was Unternehmen vom BACS im Ereignisfall erwarten können.
17:20 Der blinde Fleck der Cybersicherheit: Testen, was sonst nicht getestet wird
Andreas Leisibach, Senior Testexperte, Nationales Testinstitut für Cybersicherheit NTC
Gerade bei weit verbreiteten digitalen Produkten und Systemen ist der Denkfehler verbreitet, dass «andere schon prüfen werden». Doch diese Haltung führt oft dazu, dass am Ende niemand testet – mit realen Folgen für Sicherheit und Vertrauen. Das Nationale Testinstitut für Cybersicherheit NTC schliesst genau diese Lücke und prüft unabhängig dort, wo sonst nicht getestet wird. Anhand aktueller Projekte wird gezeigt, warum solche Sicherheitsüberprüfungen unverzichtbar sind.
17:50 HÄRTING x ZOA
Nicole Beranek Zanon, HÄRTING Rechtsanwälte AG, Zug (CH) und Bernhard Obenhuber, ZOA
Wir stellen Ihnen die Zusammenarbeit HÄRTING x ZOA vor: Ein Legal Tech Tool mit Expertise von HÄRTING Rechtsanwälte AG.
18:00 Schlussbemerkungen
Nicole Beranek Zanon, HÄRTING Rechtsanwälte AG, Zug (CH)
18:10 Apéro Riche
Anmeldeschluss: Mittwoch, 18. März 2026, 12:00
Veranstaltungsort: Hotel Park Hyatt, Beethovenstrasse 21, 8002 Zürich
Flyer hier herunterladen!
Disclaimer:
Wir behalten uns das Recht vor, den Kurs abzusagen oder zu verschieben, sofern die erforderliche Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird. In diesem Fall werden bereits bezahlte Teilnahmegebühren selbstverständlich vollumfänglich rückerstattet. Weitere Ansprüche, insbesondere auf Ersatz von Reise- oder Übernachtungskosten, bestehen nicht.




